
Das Lesikon der visuellen Kommunikation – eine Collage
Juli Gudehus Autorin des Lexikons
Juli Gudehus hat das umfangreichste – und vergnüglichste! – Designbuch aller Zeiten veröffentlicht. Sie hat darin in 9 Jahren einen unermesslichen Erfahrungs- und Sprachschatz zusammengetragen, den wir Ihnen ans Herz legen möchten.
»Das Lesikon der visuellen Kommunikation« begründet ein neues Genre, denn es ist Nachschlagewerk und Lesebuch, Kaleidoskop und Brennspiegel zugleich. Information vereint sich mit Unterhaltung: es lassen sich Begriffe nachschlagen UND es ist ein Schmöker, der zu stundenlangem Lesen einlädt.
Eine spannende Odyssee führt durch alle Lebenslagen, Zeiten und Gebiete der visuellen Kommunikation: Anfangen, Auf- hören, Bildgestaltung, Verpackung, Werbung, Webdesign, Fehler, Farbe, Liebe, Krieg, Mut, Schrift, Sport, Programme, Preise, Glaubensfragen, Effekte, … Der rote Faden dieser »unendlichen Designgeschichte« ist fein gesponnen, aus vielen Fasern, die sich immer wieder unerwartet verzweigen oder verbinden. Unzählige Anekdoten, Ammenmärchen, Ansichten und Einsichten sind hier versammelt. Die 9704 Begriffe werden von 3513 Personen erklärt, verklärt, verteufelt oder veralbert.
Das Lesikon ist von der 1. bis zur 3000. Seite reine Ansichtssache - ohne eine einzige Abbildung zu enthalten. In einem Zusammenhang, in dem es vor allen Dingen um das Anschauen geht, gibt es nichts zum Anschauen. Stattdessen entstehen die Bilder und Ansichten im Kopf des Lesers. Jedes Exemplar ist jedoch mit einer Auswahl verschiedener und immer anderer Lesezeichen ausgestattet. Es handelt sich dabei um Fundstücke, wie man sie eben verwendet, wenn nichts anderes zur Hand ist: Eintrittskarte, Zeitungsausriss, Zuckertütchen, Flyer, Foto etcetera. Diese Lesezeichen sind - bei aller sonsti- gen Bilderlosigkeit des Buches - immerhin der Hauch einer Ahnung der unendlichen Fülle des Schaffens im Bereich der visuellen Kommunikation.
Juli Gudehus gestaltet – aus eigenem Antrieb und im Auftrag (zum Beispiel für den Deutschen Bundestag und Die Zeit). Sie berät, begleitet, koordiniert, recherchiert, regt sich auf (zum Beispiel über den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland), regt an, schreibt, sammelt, vergleicht Äpfel mit Birnen, stellt Verbindungen her, lernt, lehrt (zuletzt als Gastprofessorin für Informationsdesign in Dessau), liebt Farben (besonders Grün!), zählt Erbsen, zagt, fragt, wagt, wun- dert sich, und freut sich im Übrigen über das Kompliment Stefan Sagmeisters, »probably the purest conceptual designer« zu sein, die er kennt.
Dienstag, dem 01.11.2011
17:15 Uhr
HTW Berlin - Campus Wilhelminenhof, Raum 444, Gebäude A, Aufgang A, Wilhelminenhofstraße 75a, 12459 Berlin
Eintritt wie immer frei – Ihr seid herzlich eingeladen.